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Dienstag, 17. Februar 2009

Unersättliche Dummheit der MG?

17.02.2009 · 14:22
Unersättlich dumm, so wie oft genug. Im Rahmen einer Veranstaltung hatte die Marxistische Gruppe ins Künstlerhaus K4 Nürnberg eingeladen. Dabei ging es um »Bomben und Panzer in Gaza«.

Der ganze Titel der Veranstaltung lautete: »Bomben und Panzer in Gaza: Noch ein Krieg für das unersättliche Existenzrecht Israels«. Angekündigt wurde es so in einem Flugblatt.

Beachtenswert, das Wortgeschöpf »unersättlich« + »Israel«. Da schimmert doch irgendwie der „gierige Jude“ durch, oder? Und auch die Ankündigung enthält so einige Merkwürdigkeiten. Das Wort »Judenstaat« ist sehr schön. Aber sagen denn sowas nicht die national-deutschen Rechten!? Und »imperialistische Berechnungen« sind auch ein noch schöneres Wortgebilde, ganz besonders in Zusammenhang mit »Judenstaat«.

Ach ja, ein Teil der deutschen Linke mit ihrer Dummheit. Da wird doch gern mit dem Geist des Herrn Goebbels ein intellektuelles Tänzchen gewagt oder einfach nur links gesoddert?
Der Stürmer stürmt, die rote Fahne flattert uns … – ähhm, aus irgendeinem Grund schlich sich doch die Assoziation zum Wesselschen Liedgut in meine Gedanken. Zufall?
Aber so weit weg ist das nicht, denn die extremen Ränder des politischen Weltalls ähneln sich ja meist doch. Alles Arbeiterbewegungen mit sozialistischem Anspruch – ob anti-imp oder national.

Aber wer die MG kennt, weiß sowieso, dass es sich um eine weltfremde marxistische Sekte mit pseudopolitischem Anspruch handelt. Und dass Teile und Gruppierungen der Linke sowieso ab und an oder öfters gern den Antisemitismus herauskehren, ist aus leidlicher Erfahrung nichts Neues. Dass da mal öfters mit Hamas-Anhängern die Demo geführt wird, liegt doch in einer Art gemeinsamen Ziel.
Wer einmal versucht hatte, sich in den 90er Jahren (oder auch früher) politisch in linken Kreisen zu engagieren, wurde schnell auch mit Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und ähnlichem Mist konfrontiert.
Kein Problem, wenn eine bedenkt, dass linke Vordenker wie Mahler (ehemals SDS, APO und RAF) auch schon mal zum Rechtsextremismus konvertierten, ist antisemitisches Verhalten nichts Neues. Und linker Faschismus ist doch so manchen Gruppierungen wie MG, KPD/ML oder ähnlichen kaum fremd, das gehört zur deutschen und internationalen Geschichte der radikalen linken Organisationen.

Interessant, dass aber eine Veranstaltung der MG als politischer Bildungsauftrag mit Förderung der Stadt Nürnberg verkauft wird, denn die vergibt die Räume für die Veranstaltungen.

Manchmal frage ich mich, wer geht auf solche Veranstaltungen!?

Autor: GwenDragon · Kategorie Gesellschaft · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

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