Was ist alles möglich und gewünscht oder unerträglich, und für wen?
Ist ein Verteidigen, Mitverantworten und Ausleben gewalttätiger Handlungen durch Religions-, Kultur- und Meinungsfreiheit gedeckt?
Ist das Dulden der Bewachung, Verschleppung und Gefangenhaltung von Mädchen und Frauen Ausdruck religiöser Toleranz?
Leiden Verteidiger eines friedlichen Islam an einer Identifikation mit dem Aggressor?
Ist es das Stockholm-Syndrom, bei der sich lange Zeit unter Bedrohung Lebende, mit dem Täter solidarisiert?
Hat die Gesellschaft auf Grund des 9/11-New-York-Syndroms, mit Angst vor dem Islam kapituliert?
Verleiten Kopftücher zu tolerantem Verhalten und Miniröcke zu Vergewaltigungen?
Darf der Katholizimsus durch das Verbot von Kondomen Menschen an AIDS sterben lassen?
Dient Philosophie dem Wohl der Menschen?
Darf evangelikale Hetze von Organisationen dazu führen, dass woanders Menschen ihrer Kultur beraubt werden, zum Wohle Gottes?
Ist Biologie eine rassistische Wissenschaft?
Ist das Nichtbefolgen biblischer Regeln eine zum Tode führende Sünde?
Ist Humanismus wirklich menschlich?
Ist gewalttätige Missionierung in einer demokratischen Kultur erwünscht?
Ist klerikale Pöbelei gegen Schwule und Lesben Meinungsfreiheit?
Ist das Aufhetzen, Vergewaltigen und Ermorden von Homos seitens jugendlicher Banden durch deutsche Kultur gedeckt?
Sind wirtschaftliche Verträge wichtiger als die Bekämpfung von Folter und Todesstrafe?
Dürfen Männer karibischer Herkunft der künstlerischen Freiheit wegen auf Musikfestivals zum Verbrennen von Schwulen aufrufen?
Ist das Vergewaltigen von Behinderten in staatlich und kirchlich geförderten Einrichtungen eine Lapalie?
Ist antisemitische Musik Zeichen deutscher Musikkultur?
Ist der Aufruf zu Judenmord Demonstrationsfreiheit?
Ist ein Deutschtest samt Anerkennung des Grundgesetzes eine wirkliche Maßstab für Demokratiefreundlichkeit?
Ist gesetzliche Euthanasie von Behinderten gewünscht?
Gelten Menschenrechte nur für Deutsche?
Ist Asyl ein lustiger ausländischer Name oder ein Recht auf Unversehrtheit?
Dürfen fanatische Religiöse ihr eigenes recht in die Hand nehmen?
Ist Ideologie eine Technik deutschen politischen Verblendens oder Verblödens?
Ja. irgendwie ist das so. Aus Angst, irgendjemand zu unterdrücken, zu benachteiligen ist alles möglich. Weil der Kastenteufel Adolf vor fast 90 Jahren mit deutschem Gejohle anfing, stechenden Blickes und Schrittes gegen das undeutsche Übel einzuschreiten, um dann mit und ebensolchen Helfern meinungsbildend, staatstragend und mordend sein Unwesen trieb, ist so ein Zustand des hilflosen Zusehens und Ignorierens entstanden.
Ja, die deutsche Kultur hat zwei Diktaturen überstanden, trauert diesen autoritären Strukturen gern nach, muss aber grundgesetzlich tolerant sein.
Es ist ein vertracktes Drama, denn in Deutschland darf man viel, es sei denn jemand nennt diese Handlung Anti-Dingens oder Abcdefismus.
Wir fördern das, was uns nach Außen Gutes Ansehen schafft, zum Beweis ein Guter Deutscher zu sein, der aus dem Grauen des Hitlerismus und Honeckerismus gelernt hat.
Wir leisten uns Leute, die unbeliebte Gruppen an den Rand drücken, und schreien dann Zeter und Mordio, wenn diese ideologisch ausrasten oder sonstwie auffällig werden.
Wir unterdrücken eigene Identität, eigenes Bewusstsein, aus Angst, der Andere könnte uns den Schädel einschlagen oder nur das Zauberwort Hitler oder Irgendeinismus rufen, um uns als Böse und immer noch nicht Geläutert zu entlarven.
Unter unter "wir" verstehe ich: irgendeine Ansammlung von Menschen in Deutschland, meinetwegen auch Deutsche genannt, im Sinne als soziologisches oder historisch enstandenes Gebilde, nicht als ideologische Gruppe.
Toleranz - eine Folge eines Missverständnisses deutscher Politik und Pädagogik? Ja, wir sind tolerant. Toleranz ist ein Ertragen, so wie man den saufenden Nachbarn erträgt, der seine Frau prügelt. Oder zu laute deutsche Blasmusik des Rentners. Den türkischen Jüngling, der auf Grund seiner Kultur deutsche Frauen als Schlampen anpöbelt. Den deutschen Gastwirt, der nur Heteros erträgt und andere vor die Tür wirft. Den Onkel, der seine Nichte auf den Schoß nimmt. Man erträgt. Das macht man, weil es so gehört. Toleranz ist ein Gebot, nach deutscher Vorschrift entstanden, auf dem widerwärtigen Humus deutscher Diktaturen erblühte diese schillernde Orchidee, die schön anzusehen war, aber doch auf Dauer keinen guten Stand hatte im Modder der Vergangenheit.
Ich finde diese ängstliche politische Korrektheit zum Würgen. Die einen legen den Finger in die Wunde, anderen juckt auch nur die Vernarbung derselben bis diese aufgekratzt wurde und blutete. Wunde bleibt Wunde.
Warum jemand etwas am Anderen nicht passt, liegt allein an schlechten Erfahrungen. Daraus erwächst aber selten der Wunsch, Bücher zu schreiben oder Parteien zu gründen, obwohl schlechte Erfahrungen bei Gruppierungen den Zusammenhalt stärken.
Wenn was nicht passt, dann wird gemeckert. Da hilft dann auch kein: "Bei uns tut man sowas nicht.", erst Recht kein "Spiel' nicht mit den Schmuddelkindern!"
So ist das eben, mit den Schmuddelkindern. Unerziehbar! Sarazenismus wird das wohl bald heißen.

Kommentare
#1 GwenDragon schrieb am 11.4.2012 11:48 folgendes:
Wenn kein Gras über die Vergangenheit wächst, um ihn gnädig zu Verbergen, den braunen Fleck auf der Weste der Nachkriegsmoralisten, ist es auch heute wieder möglich, zu brüllen: 'Scheiß Zionisten!' oder literarisch mit letzter Kraft etwas mit dem Gänsekiel zu kratzen und nobel zu mahnen: 'Juden gefährden den Weltfrieden'.
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