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Mittwoch, 26. November 2008

Konvertiten – dumm oder dreist?

26.11.2008 · 13:14
Wie ich schon früher schrieb, konvertierte sich ein ehemaliger guter Freund zum Islamisten.
Vor einiger Zeit hörte ich dann über Dritte, dass er in Bezug auf seine besuchte Moschee, viele „Araber“ beten dort, gesagt haben soll: Das ist doch gut, wenn der BND unsere Moschee beobachtet. Dann gibt es keine Übergriffe..

Aussage des vom Koran arg verblendeten Guten ist vielleicht so gemeint oder gedacht gewesen: „Wir sind harmlos und haben selbst als Moslems Angriffe von Deutschen oder Nazis zu fürchten.“

Die Aussage passt auch ganz gut in das immer wieder in der Öffentlichkeit erzeugten Bild diverser Islam-Dachverbände, zu beteuern, dass ihre Mitglider die Verfassung respektieren und demokratisch sind, eher als missverstandene Opfer anzusehen seien. Ob allerdings auch damit die anderen Gesetze der Bundesrepublik und deren Länder geachtet werden, ist damit nicht klar.

In jedem Fall ist diese Aussage zur Beobachtung durch BND schon sehr irritierend. Sollte nicht der Verfassungsschutz angeblich radikalisierte Moslems beobachten? Was sollte der Nachrichtendienst, der sich um ausländische Belange kümmert, damit zu tun haben? Es sei denn, es handele sich um internationale Kriminalität oder Terrorismus. Beides wäre schon eine arg üble Angelegenheit. Ob nämlich dann solche gefährlichen Kreise dann auch genügend Kontakt zu den Moscheegängern haben, kann wohl nur der Verfassungschutz wissen.

Ist der BND wirklich dafür da, die Sicherheit von teilfanatisierten Moslems zu gewährleisten? Der gute Ex-DDR-ler hat wohl reflexartig den BND mit der Stasi oder Vopo verwechselt. Ist er so dumm oder tut er nur harmlos?

Bei solchen Aussagen dieses Konvertiten frage ich mich schon, ob er noch weiß wie die Realität in dieser bundedeutschen Gesellschaft aussieht, ob er religiös-wahnhaft schon in andere Welten abgeglitten ist oder sonstwie seltsame illegale Umgänge hat.

Sicher hat dieses eine Beispiel nichts mit anderen Konvertiten zu tun – egal in welche Religion oder Sekte. Allerdings ist bekannt, dass Menschen mit schwachem Selbstbild gern ein anderes Paradies suchen und in religiöse Strukturen oder andere Organisationen autoritärer Prägung abtauchen, in denen sie dann mit starken Regeln und Vaterfiguren wiede Halt finden. Die wenigsten haben wirklich Spiritualität und Glauben erfahren. Aber sie sind sich bewußt, dass sie als Transreligiöse zeigen müssen wie stark sie „glauben“ und sich an das Wertesystem der neuen Gemeinschaft halten. Das fanatisiert und motiviert zu dummen oder dreisten Handlungen gegenüber denen die nicht aus diesem Wertesystem stammen.

Mir ist jegliche Religiosität unheimlich, die bestrebt ist, die Gesellschaft zu beglücken. Da nehmen sich Christentum und diverse Islamrichtungen nichts in ihrer Art und Weise zu missionieren und die Gesellschaft negativ zu beeinflussen.

Ich bin jedenfalls nicht in der Lage, schon weil ich eine Frau bin, irgendeinen Scheik oder Mufti zu befragen, was es denn mit diesen oder jenen Aussagen oder Suren auf sich hat. Und was in einer Moschee geschieht kann ich auch nicht erfahren. Denn ich darf dort nur an bestimmte Orte gehen und werde kaum in einer radikal geschlechtsgetrennten Religion als wirkliche Gesprächspartnerin wahrgenommen.

So ist das eben mit geschlossenen Parallelgesellschaften. Sie erzeugen Unsicherheit und Argwohn. Und manchmal sind abgekapselte Organisationen auch eine Gefahr für eine offene, demokratische Gesellschaft.

Mir hatte in meiner Kindheit und Jugend das religiösindoktrinierende Christentum mit Zwangsreligionsunterricht gereicht. Und eine Jugend im erzkonservativen-katholischen Südbayern machte auch nicht unbedingt offener für christliche Fragen und Antworten.
In jedem Fall prägen solche unterdrückende Strukturen und hinterlassen auch ein scharfes Auge und Vorsicht in Bezug auf religiöse oder sonstwie spirituell oder politisch angehauchte Grupperungen.

Autor: GwenDragon · Kategorie Gesellschaft · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

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