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Mittwoch, 15. September 2010

Geschmackliche Ansagen der Sarazenen

15.09.2010 · 12:10

Nachdem mich niemand zu Herrn Beckmann einladen wollte, als Angehörige mehrerer Randgruppen beleidigungsfähiger, mehr grantiger als migrantischer Art, werde ich jetzt das Internet nutzen.
Versucht bin ich, mit sieben magischen, nichtsdestotrotz frappierenden Thesen, erkoren zum Erschrecken und Ergötzen des korrekten deutschen Wesens.
Schließlich soll mein Buch zur nächsten Leipziger Buchmesse im renommierten AlRLei-Verlag erscheinen. Werbung tut Not in Zeiten intellektuellen Niedergangs.

Einige der Thesen meines Buches Vom Verwesen des Deutschen - Memoiren einer Exilierten:

  • Deutsche haben ein Schuldgefühl-Gen1
  • Braunäugige Männer haben das gleiche Gen2
  • Menschen mit norddeutschem Migrationshintergrund verfremden Bayern3
  • Heterosexualität ist eine Perversion4
  • Kannibalismus wird kirchlich gefördert5
  • Kleinwüchsige sind prädestiniert zur Teppichpflege6
  • Talkshows wie Beckmann, Kerner, Will & Co. entformen deutsche Kultur7

Auf zur Hexenjagd, liebe Humanisten und Politkorrektoren!
Mann kann es ihnen nicht Recht machen, den korrekten Deutschen. Denn ohne Rechter Schreibung bleibt es dir versagt, das Gefühl gruppenkulturellen Schulterklopfens im Bürger-Bräu oder des gruppenpädagogischen Umerziehens in spätabendlichen Laberrunden öffentlich-rechtredlicher Art.

Das Excerpt entspricht der herrschenden Meinung, welche grundgesetzlich geschützt ist. Jegliche Kritik an diesem wissenschaftlich begründeten Traktat ist als Verhetzung gegen mich und die mich vertretenden Randgruppen anzusehen. Schmähungen und Angriffe sind ein feindlicher Akt gegen die demografische Grundordnung.
Falls Sie dennoch sich wegen kulturell unüblichen Benehmens an mich wenden wollen, tun sie das bitte auf meiner Kontraktseite.

1 Statistiken besagen, dass bei politisch unkorrekter Haltung dieses Gen zur Aktivierung von Massendiskussionen und -Demonstrationen führt.

2 Mindestens ein Gen, welches sie zu Männern macht.

3 Es ist eine Tatsache, dass die Zuwanderung von Preußen nach Bayern zu einer Aufweichung bayerischer Kultur geführt hat. Das kann jeder Bayer bestätigen, dass die Preiß'n nix guats sind. Schon deswegen, weil sich diese norddeutschen Doldis gern in "typisch bayrische Kleidung" hüllen, die sie als real bavarian look in irgendeiner Modeboutique erstanden haben und so die Wies'n optisch verunstalten. Sicher bereichern Preußen Bayern manchmal kulturell, aber integrieren wollen sich diese Menschen sich nicht. Sprachkurse für die Volksgruppe der Zugroaste werden unwillig angenommen, da keine Pflicht besteht. Stattdessen machen sich Preißn wie Ignaz Wrobel übelst über die seit Tausenden von Jahren eingesessene Kultur der Bajuwaren her.

4 Das beweisen regelmäßig vor Wahlen bei Bürgern durchgeführte Befragungen (seitens Kabarettisten und Comedians), ob sie denn wüssten, dass der Spitzenkandidat heterosexuell ist. Die Reaktion der Befragten war meistens ein Entsetzen, dass ihr Politiker so eine Veranlagung habe, obwohl er doch verheiratet sei. Umfragen belegen diese negative Einstellung zu Heterosexualität bei Politikern gar.
Was darauf schließen lässt, dass Heterosexualität letztendlich als Perversion angesehen wird und werden muss. Denn schon der renommierte Psychoanalytiker Morgenthaler siedelte Heterosexualität in seinem Werk in der Nähe von Perversion an.

5 Das Konsumieren von Körperflüssigkeiten (Sanguis C.) und -teilen (Corpus C.) in Gruppen ist anthropologisch gesehen als eine Art Kannibalismus zu bezeichnen. Diese spezielle Form wird in Fachkreisen Theophagie genannt und tritt in Deutschland meist in passiver Form (theophagia romanum) bei ca. 25 Millionen Individuen auf, in aktiver Form (theophagia ecclesia) sind es 2 Millionen. Theophagie ist eine seelische vom Normalen abweichende Äußerung und kann nur durch Entfernen aus den praktizierernden Gruppen gemildert werden. Infektologen nehmen an, dass Theophagie durch Bakterien oder Viren ausgelöst wird, die sich in geweihten Quellen befinden. Andere Wissenschaftler behaupten, dass Theophagie in schlafender Form existiert und erst durch den körperlichen Kontakt von Kindern zu unverheirateten Männern aus theophilen Sekten geweckt wird.

6 Da es in der heutigen Zeit für Kleinwüchsige (vulg. Zwerge) keinerlei Betätigung mehr in Zirkuseinrichtungen gibt, muss sich zum Beispiel die Bundesanstalt für Arbeit genötigt sehen, diese als investigative Teppichpfleger einzusetzen. Auf Grund ihrer Größe sind Zwerge fähig, unter dem Teppich her zu laufen und das Daruntergekehrte zu beseitigen oder gar wieder hervor zu fördern. Auch eine Betätigung als promotivierter Hutpfleger ist anzustreben wie schon das alte Sprichwort "So klein, mit Hut" besagt. So kann einer massiven Selbstverzwergung Deutschlands vorgebeugt werden, arbeitslose Zwerge sind nicht produktiv, vermehren sich gar unnütz.

7 Diskussionsrunden, die sich gern den Anstrich von Politischem geben, im Grunde aber gesellschaftlich kongruenter Mischmasch sind, streben danach, Meinung zu bilden oder einfach zu erziehen. Menschen, die seit 30 oder gar 60 Jahren aus dem Kindergartenalter heraus gewachsen sind, lassen sich nicht mehr erziehen, auch nicht zu politisch korrektem Denken, Schreiben oder gar Reden, das ist schon pädagogisch und neuronalpsychologisch unmöglich. Trotzdem sind die Sozialpädagogen der Fernsehdeutschen bemüht, es jedem Recht zu machen. Abweichende Meinung wird als Angriff auf eine beliebig auszutauschende Randgruppe, sei sie noch so groß, dass sie gar keine mehr darstellt, gesehen.

Autor: GwenDragon · Kategorie Satire · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

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