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Montag, 17. Dezember 2007

Virtuelle Straftaten gefährlicher als reale?

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17.12.2007 · 19:33
Das Internet ist ja eine wirklich gefährliche Piste. Da wird virtuell gedroht, gemetzelt, gelacht, gehöhnt, gesext, gestohlen, nachgeredet, Dörfer überfallen, mit Laserwaffen gemeuchelt und gesonstnochwast.
Das alles ist aber viel gefährlicher als wirkliche Straftaten.

Wer im Internet irgendetwas virtuell sagt oder ankündigt, wird meist härter bestraft als so mancher vergewaltigender oder schlägernder Jugendlicher.

In Zeiten wo so mancher Politiker, Musiker oder Denker in der Wirklichkeit zu Taten aufruft, die eigentlich eine Hundertschaft Polizei nebst Festnahme zur Sicherheit erfordern würde, passiert selten etwas juristisch Nachdrückliches.
Leisten sich Jugendliche einen Jux oder denken nur über etwas nach, droht ihnen erheblich mehr als nur eine Verwarnung. So ist zum Beispiel über „Töten nachdenken“ erheblich gefährlicher und juristisch strafbewehrter als die Überfälle von Jugendbanden mit schwerer Körperverletzung.

Eine mag da zu der Idee kommen, dass Juristen etwas Irreales als gefährlicher ansehen als wirkliche Straftaten.

Es sieht so aus als wüssten so manche Gerichte immer noch nicht, was Internetkultur ist und was verübte Gewalt.

Aber vielleicht ist es wie früher mit der moralschädigenden und staatszersetzenden Pornografie. Diesen Platz hat wohl das gefährliche Internet nebst Foren und Blogs eingenommen.

Autor: GwenDragon · Kategorie Recht · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

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