Die Rede ist von Sperrlisten des Bundeskriminalamts, in welchen IPs an die Provider übermittelt werden und welche den Zugang auf diese sofort sperren müssen. Das geschieht per DNS-Umleitung.
Und da es auch noch andere DNS-Server gibt, kann jeder KiPo-Freak das umgehen.
Die Webseiten werden damit nicht gesperrt, sonder nur erschwert zugänglich gemacht.
Zudem werden damit auch andere Webseiten behindert, die zwar auf dem selben Server liegen, aber eben keine juristisch zu beanstandenden Inhalte haben. Das ist eben wie eine Straßensperre; nur weil in dieser Straße ein Ladendieb wohnt, darf eben niemand mehr in diese Straße.
Wie ein Werbeslogan des Familienministerium »Wir tun was!« sollte es wohl sein. Alles bereit zur nächsten Bundestagswahl. Mediengerechter „Kinderschutz“-Auftritt nach Ursulinen-Art.
Dafür ist es moralisch korrekt, gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern zu sein.
Das BMfFSFJ schreibt:
Die Bundesregierung verfolgt entscheidende Ziele bei der Bekämpfung von Missbrauch und Ausbeutung, die mit den Zugangssperren vorangetrieben werden sollen.
Kinderschutz: Die Sperrung verhindert, dass mit jedem Seitenaufruf die Vergewaltigung eines wehrlosen Kindes fortgesetzt wird.
Prävention: Kinderpornografische Bilder im Internet werden gezielt eingesetzt, um potentielle neue "Kunden" zu werben, Hemmschwellen abzubauen und die Nachfrage systematisch nach immer brutaleren Bildern anzuheizen. Es gilt mit der Zugangssperre bereits den Einstieg zu verhindern.
Störung des Massengeschäftes: Kinderpornografie ist ein Millionengeschäft. Mit den Sperrungen wird der kommerzielle Massenmarkt im Internet empfindlich gestört. Wo kein Geld mehr zu verdienen ist, wird organisierte Kriminalität immer weniger lukrativ.
Gesellschaftliche Ächtung: Das Sperren dieser Seiten ist ein wichtiges und deutliches Signal aller gesellschaftlichen Kräfte zur konsequenten Ächtung von Kinderpornografie - nicht nur im Internet.
Die Sperrung verhindert keine Vergewaltigung. Das ist naiv.
Als Prävention? Vielleicht wenn sich Hänschen Meier aus Versehen vertippt. Die „Kenner des schön fotografierten Kindes“ werden sich nicht abschrecken lassen von einem roten Stoppschild.
Mit den Sperren soll der Massenmarkt gestört werden? Unsinn. Denn die wirklichen Geschäfte finden in Chats statt. Nur die Dummen werden erwischt, und das sind wenige. Die wirklichen Geldmacher mit der Vergewaltigung von Kindern findet und stoppt dadurch niemand.
Die Sperren sollen zeigen, dass die Vergewaltigung von Kindern gesellschaftlich geächtet wird? Wie, das gab es vorher noch nicht? Da war die Vergewaltigung von Kindern eine geachtete Tätigkeit? Wohl kaum.
Nutzt das Ganze wirklich was?
Nein.
Die Benutzer von Kindern lachen nur über so eine harmlose Aktion der Politik.
Und den benutzten und weggeworfenen Kindern und Jugendlichen hilft es nicht, das die Tante Ursula den bösen Onkels verbietet, da hin zu sehen.
Blinder Aktionismus als Vorspiel zur Wahl. Dumme Politiker und selten inkompetente BKAler.
Wenn die Folgen der sexuellen Ausbeutung in Kinderzeiten nicht so übel wären, könnte ich über so eine Schildbürgeraktion der Politik lachen. Doch sowas mache ich nicht. Ich denke nur: Wenn ich so viel kotzen könnte … darin würde ich gern die falsche Moral der Politiker mitsamt ihnen selbst ersäufen.
Aber das hilft nur mir bedingt.
Anstatt Anti-Gewalt-Projekte, Therapien und Hilfsorganisationen finanziell zu fördern, die beratend und helfend bei Vergewaltigung und sexueller Ausbeutung zur Seite stehen, mehr Therapiestellen für Geschädigte (ich vermeide den Begriff Opfer) aufzubauen, Renten bei Folgen von Gewalt zu bewilligen, wird vollmundig so eine Aktion gestartet.
Es kostet eben nix.
Beratungsstellen, Therapien kosten Geld, das zahlt keine Krankenkasse. Zudem gibt es viel zu wenig kompetente Psychologen und Ärzte. Und Wartezeiten bei Therapien sind derzeit von ¾ bis zu 2 Jahren. Für eine rasche Hilfe nutzlos.
Und Renten bekommen die Geschädigten allerseltenst, denn die müssen den Schaden nachweisen, der ihnen entsteht.
Zahlen und ausbaden tun das immer die, denen die sexuelle Gewalt angetan wurde – Niemand sonst!

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