Seit längerer Zeit ist bei mir auf dem Server mit dem Überwachungstool Munin ein eigenes Plugin loadtime in Verwendung, welches Ladezeiten von Domains und URLs überwacht.
Anwendungsgebiet des Plugins
Es ist ganz nützlich zu wissen, wann eigene Domains oder URLs auf dem Server hohe Last haben oder sonstwie langsam laden.
Diese Ladezeiten werden in Munin als Linie angezeigt.
Funktionsweise des Plugins
Das Plugin ruft in bestimmten Abständen mit Perl und dem Modul LWP die konfigurierten Domains und URL ab und misst dabei im Millisekundenbereich die Zeit, die von Anfrage bis Empfang der Website vergeht.
Welche Domains beziehungsweise URL verwendet werden, hängt von den eigenen Wünschen ab. Als Standard liest das Plugin das Serverroot-Verzeichnis /var/www/vhosts aus und verwendet die gefundenen VHosts als anzuzeigende Domain.
Wenn also folgende Verzeichnisse existieren
/var/www/vhosts/domain1.tld/
/var/www/vhosts/domain2.org/
/var/www/vhosts/example.deh/
/var/www/vhosts/gwendragon.de/
dann werden die Domains domain1.tld, domain2.org, example.deh, gwendragon.de ausgewertet.
Ist nicht erwünscht, dass die eigenen VHosts verwendet werden, so muss die Erkennung in der Konfigurationsdatei des Plugins ausgeschaltet werden. Wird ein anderes Serverroot-Verzeichnis verwendet, muss dies auch in die Konfigurationsdatei eingetragen werden. Die Angabe abzufragende URL kann auch nur in der Konfigurationsdatei geschehen.
Konfigurationsdatei
Das Plugin lässt sich mit einer eigenen Datei namens loadtime im Plugin-Konfigurationsverzeichnis konfigurieren, allerdings bringt es schon eine interne Konfiguration mit.
Ein Beispiel einer solchen Konfigurationsdatei:
[loadtime] user root # Automatisches Auslesen der VHosts env.usevhosts 1 # Verzeichnis der VHosts env.vhostsroot /var/www/vhosts # Falls andere Domains (außerhalb der VHosts) verwendet werden sollen, diese in die nächste Zeile druch Leerzeichen getrennt eingefügt und das # am Zeilenanfang entfernt #env.domains domain1.tld domain2.tld # Falls extra URLs überwacht werden sollen, diese in die nächste Zeile geschrieben, bei mehreren durch Leerzeichen getrennt und das # am Zeielanfang entfernen #env.urls domain1.tld/test/this.htm domain2.tld/test2/ https://domain3.tld/
Um die neue Konfiguration wirksam werden zu lassen, muss munin neu gestartet werden. Das geschieht zum Beispiel durch den Aufruf von /etc/init.d/munin-node restart in der Shell.
Support
Wenn ich Zeit habe, werde ich per Mail oder Jabber auf Anfragen antworten. Bugmeldungen und Wünsche nehme ich auch gerne entgegen.
Wer Hilfe sucht kann mich auch im Perl-Community-Forum unter Munin-Plugin loadtime nachfragen.
Wer findet, dass das Plugin nützlich ist, kann mich auch gerne beschenken .


Kommentare
#2 Petr schrieb am 28.2.2011 10:30 folgendes:
Fein, nutzliches Plugin
#1 netz-blog.de - Internet und Technik erwähnte diesen Beitrag in "Munin – Serverüberwachung unter Linux":
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