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Freitag, 29. Mai 2009

NMG Ltd. schickt betrügerische Mahnung

29.05.2009 · 12:44
Heute morgen bekam ich einen Brief aus England. Seltsamerweise war der Umschlag nicht zugeklebt, Briefmarken oder Poststempel waren auch nicht darauf vorhanden, der Inhalt war ein Schreiben an meine Firmenadresse. Stutzig geworden, musste ich mir das genauer ansehen.

Was ist im Umschlag?

Absender des Briefes ist eine ominöse NMG Network Mediagroup Ltd. aus London, eine mir bis heute gänzlich unbekannte Firma.

Das Schreiben ist im wahrsten Sinne des Wortes ein blauer Brief, wie sich bei weiterer Betrachtung zeigt.

Seltsames Anschreiben

Der Inhalt des Schreibens ist eine Zahlungserinnerung. Angeblich sollte ich drei Domains .net, .bi und .eu zu meiner .de-Domain bestellt und vergessen haben, die Summe über 229 EUR zu zahlen.

Interessant auch bei dem Schreiben, dass die Vorderseite des Firmenbriefes einen hellblauen Hintergrund aufgedruckt hat und hinten nicht, die Schrift selbst war hellgrau. Es sieht so aus, dass alles schon vorher als Formular massengedruckt wurde, also kein per Laser- oder Tintenstrahldrucker erstelltes Dokument. Nur Daten wie meine inkorrekte (sic!) Adresse, Datum und Kundennummer wurden per Laserdrucker aufgedruckt.

Natürlich habe ich niemals bei denen Domains geordert, niemals stand ich mit denen in Geschäftskontakt.

Aussehen des betrügerischen Schreibens

Um zu zeigen, wie schnell jemand auf solche Briefe reinfallen kann, wenn nicht nachgedacht und überprüft wird, habe ich Umschlag und Schreiben eingescannt (und natürlich meine persönlichen Daten verschleiert).

eingescannter Umschlag
Umschlag

eingescannter Brief
Schreiben

Fazit

Natürlich begleiche ich bei von mir nicht getätigten Aufträgen nihts, schon gar nicht solche unangemessenen, betrügerischen Forderungen wie die obigen.

Ein typischer Fall von Papier-SPAM und Betrug kommt da aus London.

Ich hätte gute Lust, das ganze der Polizei zur Anzeige zu bringen und der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Aber London ist weit, da wird nichts passieren bei der Strafverfolgung in Großbritannien.

Also: Vorsicht bei Mahnungen und Erinnerungen, die irgendwie echt aussehen.

Autor: GwenDragon · Kategorie Web · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

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