China ist eine aufstrebende, rigide Militär- und Wirtschaftsmacht. Mit einem ignoranten Selbstverständnis, das andere Bevölkerungsgruppen und Menschen, die nicht zum Geschäfts- und Machtsystem Chinas gehören, ignoriert, einengt oder gar plattmacht (im Sinne von: einsperren, foltern, ermorden).
Das Problem des okkupierten Tibet ist da nur nebensächlich. Einem Land wie China, das Jahrhunderte abgeschirmt existierte, ist nicht zuzutrauen Demokratie entwickeln zu können. Zudem ist das Herrschen und rigide Eingreifen seitens der Kaiser und später der roten Diktatoren in allen Lebensbereichen schon Jahrhunderte Lebenseinstellung.
Chinesische Spiele 2008
Nein, Danke!
Viele würden jetzt sagen: Was hat Sport mit Politik zu tun? Viel, selbst im antiken Griechenland diente der Sport der Wehrtüchtigung der kämpfenden Männer und die Olympischen Spiele waren dazu gedacht, für eine bestimmte Zeit die immer wieder vorkommenden Kriege zwischen den griechischen Kleinstaaten ruhen zu lassen.
Wo jetzt das Problem liegt? In China werden Bürger- und Menscherechte missachtet. Journalisten können dort nicht arbeiten, ohne bei einer Äußerung gegen Staatsorgane oder sonstige Organisationen ins Gefängnis zu kommen. Die chinesische Einparteiendikatur zensiert die Medien und lässt ihre Bürger nicht an freien Informationen teilhaben, das Internet wird streng überwacht, Inhalte gefiltert oder gesperrt.
Es ist schon befremdlich genug, das sogar Auslandschinesen keinerlei Problem darin sehen, dass China die Spiele abhält und Tibet besetzt ist. Nu ja, die können sich ja frei äußern, da sie nicht mehr in China leben müssen sondern in den USA oder Deutschland oder sonstwo in der „freien“ Welt. Oder wir Westler vestehen einfach nicht die Art chinesischer Lebens- und Denkweise.
In meinen Augen ist die Austragung der „Spiele für Frieden und Freiheit“ schon eine Farce. Allerdings wird dieses Ereignis Olympia die Volksrepublik China in einem positiven Selbstbewussstseinsteigernden Licht dastehen lassen und weiterhin bestätigen, dass alles richtig läuft im Staate des Hú Jǐntāo.
Wer will, kann gerne bei Reporter ohne Grenzen über die Probleme in China oder Asien informieren.
Ich frage mich, ob die Welt auch ein Olympia mit Iraks Diktator Hussein oder Irans Ahmadī-Nežād so hoch feiern würde.
Oder liegt es nur daran, dass China ein Wirtschaftsfaktor ist, Politiker sich diesen Markt nicht entgehen lassen wollen, und Menschen- sowie Bürgerrechte für eine Gewinnmaximierung der westliche Staaten ignoriert werden?
Ich werde jedenfalls dem Spektakel Olympia 2008 keinerlei Achtung schenken, weder dort hin fahren oder es anderen empfehlen, noch irgendwelche Sportreportagen im Fernsehen ansehen.


Kommentare
#1 Olympossi schrieb am 28.7.2008 14:59 folgendes:
Eine Olympiade ist es sowieso nicht. Denn die Olympiade ist die Zeit zwischen den Olympischen Spielen.
Die Süddeutsche weiß es nämlich <http://www.sueddeutsche.de/sport/808/302804/text/>.
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