China, aufstrebender Wirtschaftsmoloch ohne Skrupel, noch gefräßiger an Resourcen als die USA, soll ein Wirtschaftspartner werden (oder ist es schon?), wenn man manchen Herren der deutschen und europäischen Wirtschaft Glauben schenken möchte. Die Herren Anzugträger aus West und Ost passen zusammen, sie werden gut gefördert. Da wird das hässliche Gesicht Chinas gern übersehen.
China – das ist: Kopieren, Ideen stehlen, Wirtschafts- und sonstige Spionage, Betrug, Umweltvergiftung, Unterdrückung der eigenen Bevölkerung, unrechtmäßige Enteignungen, Korruption, Folter, Konzentrationslager, Justizwillkür, Kinder-Handel, Organhandel, Sklaverei, ethnische Säuberungen, religiöse Verfolgung, Völkermord und was noch mehr …
Stört sowas wirklich? Nur wenn die Kanzlerin mal wieder in China ist oder unser Außenminister künstlerische und kolaterale Beziehungen aufnimmt, zu Hause von der Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit China spricht.
Selbst der Vorgänger von Frau Merkel lobte China für eine friedliche Außenpolitik
. China bemühe sich um Abrüstung und Friedensmissionen.
Gerhard Schröder begrüßte auch die Haltung Chinas, dem Wohl der Bevölkerung Priorität einzuräumen. China modernisiere sich, während es gleichzeitig die Stabilität seines Vielvölkerstaates aufrecht erhalte
. Der ehemalige deutsche Kanzler meinte: Diese Leistung … sei eine der größten Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit des 20. Jahrhunderts
. (Quelle: china.org.cn)
Da wird auch mal kurz, fast verstohlen, in Richtung China hingesehen und Handeln angedeutet, und dann wieder zur politischen und wirtschaftlichen Tagesordnung übergegangen. Das genaue Hinsehen stört eben doch die mühsam erworbene Harmonie mit China.
Und dorthin wollen deutsche Wirtschaftsunternehmen und Politiker noch mehr investieren.
In Deutschland würde niemand Diebe und Betrüger in einer Firma einstellen oder gar mit ihnen zusammen arbeiten – es sei denn, die eigene Firma wäre korrupt und kriminell.
Ich nehme an, dass dann deutsche Steuerzahler mit irgendwelchen Hermesbürgschaften oder sonstigem Risikokapital der deutschen Förderbanken aushelfen müssen, wenn deutsche Firmen von ihren chinesischen Geschäftspartner übers Ohr gehauen wurden.
Jahrelange umstrittene Entwicklungshilfe in Höhe von ca. 70 Millionen Euro liefern wir ihnen ja schon frei Haus.
Abini Zöllner, Redakteurin des Feuilletons der BZ schreibt sogar, dass dieser Betrag von 67,7 Millionen nur der Sockel ist und Fördergelder und günstige Kredite an China noch dazu kommen:
China: Die viertgrößte Volkswirtschaft der Erde … bekommt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) 67,5 Millionen Euro. … Alle offiziellen deutschen Hilfsleistungen zusammengenommen (inkl. zinsgünstige Kredite etc.), … sogar mindestens 195 Millionen Euro. Abini Zöllner(Auslassungen durch mich).
Interessante verdeckte Wirtschaftsförderung, Förderung von Konkurrenten. Und das in Zeiten der knappen Kassen, wo Arbeitslose Schmarotzer genannt, viele Arbeitende gerade so mit ihrem Einkommen zurande kommen, und erheblich mehr Zwängen ausgesetzt werden als so mancher Partner einer deutsch-chinesischen Wirtschaftliäson. Warten wir ab bis die nächste Förderbank mit staatlicher Beteiligung wieder knapp bei Kasse ist.
Davon mal abgesehen, dass auch aus China genug gefälschte Ware kommt oder gar teure Markenprodukte für Deutschland hergestellt werden, die dann mangelhafte Qualität haben, teilweise Menschen gefährden. Das kostet uns zig Millionen Euro.
Ich könnte da genügend Beispiele aus dem technischen Bereich liefern, bei deren Mängeln niemand (jedenfalls kein normaler Kunde) klagen würde, weil die Anwalts- und Gerichtskosten höher als der Wert der Ware sind.
Als da wären: defekte Überspannungsfilter; brennende Netzteile; gefälschte USB-Sticks; umgelableter Computerspeicher.
Wer meint, ich wäre jetzt chinafeindlich eingestellt, sei beruhigt. China interessiert auch nicht, was wir denken und sagen, solange wir den Mund halten und gute Miene zum bösen Spiel machen.

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