Der Iran verfügt über ein Atomprogramm, welches sich zur Erstellung von Atomwaffen eignet. Vor einiger Zeit hat das iranische Militär ballistische Raketen getestet, die sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen könnten. Der Iran in seiner Konstellation will wie Pakistan früher auch (wenn auch mit Billigung der USA) ein großes Kuchenstück am Machtkarussel im Nahen und Mittleren Osten an sich reißen. Zudem spielt auch das Vorkommen von Ölresourcen eine große Rolle auf die anderen vom Öl abhängigen Staaten einzuwirken.
Der iranische Premier Ahmadinedschad, der sich oft genug durch Drohungen des Auslöschens des israelischen Volkes hervortat, in Deutschland gern mit Neonazis und radikalen islamisch-fanatischen Gruppen Verbindungen pflegt, Mein K(r)ampf gern liest, und auch sonst nicht an AntisemitismusAntizionismus spart, ist dabei nur ein Eisberg in der iranischen Mullah-Politlandschaft. Das iranische religiös verbrämte Diktatur- und Menschenmördersystem (nein, es ist keine Demokratie!) ist ein extrem menschenfeindliches, das alles ausradieren will, was nicht ins islamische Denkbild passt: Juden, Homos, Frauen, Freiheit, USA, Demokratie – schlichtweg alles, was nicht in den verblendeten Köpfen mit dem Koran korrelieren will.
Wer vor radikalislamischen Staaten und Gruppen einknickt, mit Meinungsäußerungen in Form einer intelektuellen Selbstzensur, mit politschen Nichthandlungen, ist so gesehen ein Dummkopf und Feigling. Da hat Herr Broder schon Recht, eine solche Hurra!-Kapitulation ist Schwäche – für mich im Grunde genommen die linksintellektuelle Toleranzkrankheit, anders political correctness genannt.
Auch wenn der Islam nicht mein Feindbild ist; wenn aber der Islam als Konsens dient, menschenschädigende Handlungen durchführen zu dürfen, wie es auch in Deutschland manche islamische Menschen öffentlich tun, dann hat die Toleranz wirklich ein Ende.
Wenn Linke bestimmte Zusammenhänge nicht sehen wollen, mehr aus einer altrevolutionären Pro-Palästinenser-Haltung oder eine sonst nicht nahvollziehbaren intellektuellen Schwäche, dann mag ich Broder mit Schnittmenge nur zustimmen. Wenigstens spricht es einer aus, wirklich mal. Polemisch? Niemals. Nur erfahren, in linken Dumm-Denkzusammenhängen.
Dass sich die Rechte, also das konservative Lager, fortwährend mit einer Unterstützung Israels gutredet, macht es aber auch nicht besser. Das langfristige oder plötzliche Hinwenden zur Freundlichkeit und Toleranz gegenüber jüdischen Mitmenschen und dem Staat Israel beruht für mich eher auf einem Seht-doch-wir-haben-gelernt-Reflex als wirklich auf Verstehen und einem Miteinander. Wenn Politiker jüdische Vermächtnisse erfinden, um Spenden zu verschleiern; wenn SS-Mörder Ehrenmitglieder in einer süddeutschen Partei sind; wenn Bitburg ein Ort des Gedenkens wird; wenn das Vorgehen gegen den braunen Mob in manchen CDU-regierten neuen Bundesländern nur halbherzig durchgeführt wird; wenn CSU-Ortsvereine nicht gegen die NPD demonstrieren wollen; ja, dann ist es mit der Anständigkeit und dem Miteinander wenig bestellt.
Weder die lasche linke Haltung noch die rechtsschielende Konservative würde mich bestärken, das Deutschland wirklich ein Hort der Freundlichkeit gegenüber jüdischer Kultur ist. In jedem Falle verspüre ich auch als Nichtjüdin ein starkes Unbehagen und eine soziokulturelle Unsicherheit, die den Wunsch nach Auswanderung aufkommen lässt.
Und wie verhält sich die deutsche Politik gegenüber dem Iran? Abwartend, den großen Vater USA fragend, oberlehrerhaft den Zeigefinger hebend in Richtung Therean. Aber verscherzen will es sich niemand mit dem Iran – wer weiß, wenn sich dort was in Richtung Demokratie wandelt, dann wäre das ja ein Öl- und Wirtschaftsgeschäft.
Ob das Drohen Ahmadinedschads in Richtung Israel nur Säbelrasseln oder ein Zittern über dem roten Knopf der Raketen ist, steht schon lange nicht mehr zur Debatte.
Wer Israel mit Auslöschung droht, sollte nicht mit politischen Samthandschuhen angefasst werden.
Schluss mit dem Appeasement gegenüber aggressiven Staten im Mittleren Osten.
Für ein Israel, das leben kann, als Staat, als Volk.

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