Čunek äußerte sich schon öfters romafeindlich in seiner Partei, der KDU-ČSL, in der Regierung und verursachte diverse Skandale.
Roma in der Tschechischen Republik ziitiert Čunek: Die traditionelle Roma-Kultur und ihr Wertesystem stehen bei einer Reihe von Beispielen im Widerspruch zu den verbrieften Grundrechten und Grundfreiheiten in diesem Staat.
Inwieweit eine ethnische Minderheit, die durch die tschechische Verfassung in ihren Rechten besonders geschützt ist, im Widerspruch zu dieser oder der tschechischen Gesellschaft stehen soll, ist nicht recht nachvollziehbar. Es sei denn, die allgemeine bügerliche Meinung der Rechtskonservativen ist jetzt die neue Verfassung in Tschechien.
Weiter sagt Čunek laut TAZ: … einzige Mittel, mit dem man das Verhalten einzelner Familien ändern wird, sei, diese Familien zu trenen und über das ganze Land zu verteilen, so dass auf zehn Tschechen ein Rom komme.
Also eine ethnische „Ausdünnung“ durch Zwangsumsiedlung. Und das Kappen von Verwandschafts- und Familienbeziehungen durch Trennung ist eine altbewährte Methode einer auch in anderen Ländern durchgeführten Zerstörung der Kultur von Minderheiten und Ethnien.
Abstruse populistische Ansichten eines Politikers mit Comeback-Allüren.
Čunek, ehemaliger Vizepremier und Minister für Regionalentwicklung ist im November 2007 zurück getreten, da gegen ihn wegen wegen Bestechung und Korruption ermittelt wurde. Das Verfahren wurde aber eingestellt.
Den Roma in Tschechien geht es sowieso nicht besonders gut. Hohe Arbeitslosigkeit und Armut schränken sie ein. Eine radikale Kürzung der Sozialhilfe für Roma-Familien soll wohl durch eine Verstärkung der Armut der Roma einen Wegzug auslösen. Schulbildung wird den Roma insoweit erschwert und verwehrt, dass deren Kinder öfter in Sonderschulen landen wie der Europäische Gerichtshof jüngst festgestellt hat. Die übliche Vorurteile bei Arbeitgebern gegen Roma erschweren die Arbeitssuche und die Unterstützung der eigenen Familien ist so oft genug nicht gesichert. Teilweise haben gewalttätige Angriffe auf Roma erheblich zugenommen.
Nicht nur Deutsche mögen keine „Zigeuner“, auch unsere EU-Nachbarn sind da ein Negativbeispiel für Xenophobien und mehr oder weniger versteckten Rassismus und Gewalt.

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