Wie das Max-Plank-Institut meldet, wurde entdeckt, dass ein bestimmtes Schaltgen, nämlich das ABCB-1, dafür verantwortlich ist, dass die Antidepressiva an ihre Wirkstellen wandern. Um die Wirkung entfalten zu können, muss das Medikament vom Blut in das Gehirn kommen, muss die die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden. Ein bestimmtes Protein, das P-Glykoprotein, dient zum Transport und wenn bei einer Veränderung des ABCB-1-Gens auch das Protein verändert ist, kann das Medikament nicht oder nur wenig wirksam werden.
Damit dürfte auch geklärt sein, warum so manche Patienten nur langsam oder auch gar nicht auf eine Behandlung mit Antidepressiva ansprechen.
Denn in der Praxis wird einfach aber quälend mit der Therapiemethode Versuch-und-Irrtum vorgegangen. Eine medikamentöse Behandlung zieht sich so Wochen bis Monate, wenn nicht Jahre hin – manches Mal ohne Erfolg oder Verbesserung.

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