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Mittwoch, 06. April 2011

CNN interviewt telefonisch Iman Al-Obeidi

06.04.2011 · 11:24

Ein Interview, das Andersen Cooper von CNN mit Iman Al-Obeidi telefonisch führte und am 4. April sendete:


Quelle: Youtube

Via http://feb17.info/media/cnn-full-interview-with-eman-al-obeidi

Autor: GwenDragon · Kategorie Libyen · Permalink · Kommentare (2) · Kommentar schreiben

Freitag, 01. April 2011

Iman al-Obeidi wurde vergewaltigt und verschleppt

01.04.2011 · 10:35

Vor mehreren Tagen hat sich die libysche Juristin Iman al-Obeidi verletzt in ein Hotel in Tripoli geflüchtet und die dort anwesenden Journalisten um Hilfe gebeten. Sie berichtete, sie sei von Gadafis Schergen vergewaltigt und gefoltert worden.

Verschleppung

Nach kurzer Zeit kamen Männer des Geheimdienstes und verschleppten sie vor laufenden Kameras.
Seit dem ist Iman al-Obeidi verschwunden.


Quelle: Youtube

Reaktion des libyschen Staatsfernsehens

Ein libyscher Regierungssprecher ließ verlauten, die Frau sei psychisch gestört. Eine übliche Methode Systemkritiker und Vergewaltigungsopfer unglaubwürdig zu machen. Ihrer Mutter wurde sogar seitens des Regimes Geld geboten , dass sie auf die Tochter einwirkt, die dann ihre Geschichte abändern sollte, um danach frei zu kommen.

Wie das libysche Fernsehen Jamahiriya TV auf diese Verschleppung reagiert, lässt sich in dem auf Video (englische Untertitel, bitte im Video den Button CC drücken) ab dem Zeitpunkt 01:18 sehen:


Quelle: Youtube

Analyse der Kommentare

Eine Analyse ist schwer möglich, da ich kein libysch kann und auf die Authentizität der Untertitel angewiesen bin. Trotzdem will ich es mal versuchen.

Von der Kommentatorin wird Frau Iman al-Obeidi und ihre Handlungen so beurteilt:

  1. Sie wird im Sicherheitsbüro königlich behandelt
    Sicherlich werden in jedem Sicherheitsbüro einer autoritären oder diktatorischen Systems die Menschen fürstlich behandelt. Geheimdienste und Staatspolizei wollen nur das Beste für den Staat, nicht das Opfer.
  2. Sie gehört nicht dem ehrenwerten Clan der Al-Obeidi an
    Der Hinweis auf die Ehre des Clans soll ausdrücken, dass sie sich unehrenhaft benimmt, und die Sippe beschmutzt.
  3. Der Clan der Al-Obeidi wird sie verstoßen, wenn sie die wirkliche Geschichte erfahren
    Eine vergewaltigte und/oder Lügnerin will/soll der Clan nicht dulden. Das würde deren Ehre beschmutzen.
  4. Sie wird immer wieder im Zusammenhang mit vergewaltigten Mädchen (girl!) genannt
    Damit wird ihr Status als Frau, als Juristin, zu einer unreifen, gar liederlichen Person herab gewürdigt.
  5. Aus psychologischer Perspektive würde keine Frau so offen vor Journalisten über Vergewaltigung reden
    Das ist zu bezweifeln, denn die Vergewaltigung durch Personen des Staates hat in dieser politischen Situation eine ganz andere Bedeutung und zudem ist sie Juristin und politisch kompetent, weiß was das Benennen bewirken kann. Außerdem reagieren Opfer von Vergewaltigung ganz verschieden.
  6. In unserer Kultur würde keine Frau, wäre sie Opfer einer Vergewaltigung, so agieren, ihre Familien würden sich zu Tode schämen, eher ihre Töchter töten - so sei der libysche Charakter
    Das Ganze spricht für sich. Die Frau sollte besser schweigen und nicht die Familie beschämen, sodass diese ihre Tochter töten müssten.
  7. Sie vergießt falsche Tränen
    Die Gefühle der Frau werden als Lüge umgedeutet.
  8. Menschen mit bestimmter Machtinteressen stehen hinter ihr
    Umstürzlerische Machtinteressen sollen also das alles inszeniert haben, es gäbe gar keine Vergewaltigung.
  9. Sie ist eine Lügerin
    Wieder eine Diffamierung, damit die Glaubwürdigkeit leidet.
  10. Sie und Andere wie sie haben Libyen ruiniert
    Somit ist sie ein Staatsfeind, eine Gefahr für Libyen.
  11. Ihr Name ist laut Ausweis überhaupt nicht al-Obeidi
    Auch hier wird ihre Identität angezweifelt, damit auch ihre Glaubwürdigkeit und ihre Erfahrungen.
  12. Selbst eine Prostituierte hätte mehr Ehre und würde ihr Land verteidigen
    Sie ist also noch unehrenhafter als eine Hure, wo in Arabien die Prostitution kaum hoch angesehen ist. Eine Frau eine Hure zu nennen, ist schon schlimm, zerstört jeglichen Status, aber noch schlimmer wie eine Hure - das bedeutet, dass sie ein Nichts ist, unehrenhaftes Freiwild für jeden.
  13. Sie ist einer Gehirnwäsche unterzogen worden oder wahnhaft
    Auch hier wieder das bezweifeln psychischer Gesundheit, die Vergewaltigung und die Gewalt als Phantasie oder feinlich-politisch infiltrierte Erinnerung.
  14. Sie hat mehr Interesse an ihrem Vorteil, dem Vorteil ihres Freundes oder ihrer Freunde als dem ihres Landes
    Gemeint ist im Sinne von boyfriend = Sexualpartner! Dass die Kommentatorin mehrere nennt, soll auch wieder den Schlampen- und Hurencharakter unterstreichen. Eine Hure ist unglaubwürdig, kann eigentlich auch nicht vergewaltigt werden, da sie ja ihren Körper verkauft.

Sowas nennt eine victim blaming, was diese Kommentatorin tut.

Libyen und der Westen

Jahrelang war Libyen ein gern gesehener Partner, weil es dort Öl gibt und weil Gadafi uns die afrikanischen Flüchtlinge vom Hals hielt. Und weil Gadafi angeblich dem Terror abgeschworen hatte, zuletzt 1988 ausgeübt als Flugzeugbombe in einer Maschinen der PanAm über dem Ort Lockerbie oder 1986 als Anschlag auf eine amerikanische Disco in Berlin. Auch mehrere Tausend ermordete Dissidenten vor mehreren Jahren störten im Westen niemand. Gadafi - wirklich ein lupenreiner Staatsführer.
Menschenrechtsverletzungen und Gewalt waren unwichtig und wurden von der EU und dem Westen ignoriert.
Bis libysche Gruppen sich im Anfang dieses Jahres gegen Gadafi wandten und nun schlecht bewaffnet den Revolutionsführer stürzen wollten, um zu mehr Freiheit und demokratischen Rechten zu gelangen.

Libysche Freiheitsbewegung und die Frauen

Dass die Welt leider nur auf die kämpfenden aufständischen Männer sieht, zeigt einen eingeengten patriarchalen Blick: Dass arabische Frauen sich nicht für Politik interessieren oder zu interessieren haben.

Wie Mädchenmannschaft schon berichtete, haben auch Frauen, libysche Richterinnen und Juristinnen mit Sit-ins und anderen Aktionen Widerstand geleistet. Eine dieser mutigen Frauen ist die Anwältin Salwa Bugaigis.

Unterstützende Aktion

Bislang vermisse ich seitens der deutschen Regierung, ganz besonders des Außeneministers irgendeine Reaktion.

Wer in Aktion für die verschleppte Juristin Iman al-Obeidi treten will, kann bei Avaz ein Aufruf an die Türkische Regierung unterzeichnen, damit diese zur Freilassung auf Libyen einwirkt. Schon in der Vergangenheit war die Türkei sehr erfolgreich verschleppte Menschen wieder frei zu bekommen.

Leute, lasst die Frauen, die für Demokratie und Rechte kämpfen, nicht allein!

Weitere Links:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753408,00.html
http://www.avaaz.org/de/free_iman_al_obeidi/
http://www.rnw.nl/english/article/libyan-women-vanguard
http://maedchenmannschaft.net/mehr-demokratie-mit-und-von-frauen/
http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-29

Autor: GwenDragon · Kategorie Libyen · Permalink · Kommentare (2) · Kommentar schreiben

Freitag, 11. Februar 2011

Mubarak ist weg - mehr Freiheit für Ägypten

11.02.2011 · 21:02

Mubarak ist zurück getreten!

Ein Kampf, der sich gelohnt hat, für Männer und Frauen Ägyptens.
Hoffen wir, dass Ägypten auch den Rest der Mubarak-Clique ablöst und den Weg in die Freiheit weiter läuft.

Autor: GwenDragon · Kategorie Ägypten · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Donnerstag, 30. September 2010

Politokratie: Ich kündige Regierung und Opposition

30.09.2010 · 17:55

Ich habe mit sofortiger Wirkung die Regierung gekündigt, nachdem sie meine jahrelangen Abmahnungen ignoriert hat. Außerdem habe ich noch die untätige Opposition mit hinaus gejagt, die sich nur dummlabernd breit gemacht hat und durch opulente Bezüge mit Nebenverdiensten dick wurde.

Wer noch dem Staat kündigen will, kann beim Piratenweib die Gründe dieser betriebsbedingten fristlosen Kündigung nachlesen sowie die nötigen Kündigungschreiben (PDF) holen, ausdrucken, an Kanzlerin, Minister und Bundespräsident als Brief versenden oder faxen, und auch online den Zurücktritt der Regierenden nebst Helfern fordern.

Das Volk ist nicht nur wahlmüde sondern auch Politikern überdrüssig geworden.

Wir treten zurück! und Das Volk kündigt der Regierung!.
Schluss, jetzt! Das ist unser Ernst.

Politokratie, Nein Danke!

Autor: GwenDragon · Kategorie Gesellschaft · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Dienstag, 22. September 2009

Was soll ich wählen?

Schlagworte: , , ,
22.09.2009 · 13:00
Wieder einmal naht der vierjährliche Tag der Demokratie. Es ist Bundestagswahl, eine Wahl, die wie immer richtungsweisend und schicksalsträchtig sein soll, wenn eine dem Geschrei der Politiker und regierungsnahen Medien glauben will. …weiter lesen
Autor: GwenDragon · Kategorie Me Omy · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Dienstag, 09. Dezember 2008

Gräfenberger Nazi-Gegner als Kriminelle verdächtigt

09.12.2008 · 08:22
Eine Demonstration gegen die monatlich auftretenden Aufmärsche von Neo-Nazis habt nun Folgen für Gräfenberger Bürger. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. …weiter lesen
Autor: GwenDragon · Kategorie Gesellschaft · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Donnerstag, 04. Oktober 2007

Free Burma!

04.10.2007 · 04:43

Free Burma!

Über die Aktion „Free Burma!“

Blog- und Websitebetreiber aus aller Welt bereiten einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Wir wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, unsere Sympathie bekunden. Diese Blogger haben vor, am 4. Oktober 2007 ihre normalen Blog-Aktivitäten einzustellen, um nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen: Ein rotes Banner mit dem Text „Free Burma“.

Wir bekunden unsere Solidarität mit den protestierenden Mönchen und anderen Menschen in Burma und der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, welche in Burma seit vielen Jahren fast ununterbrochen unter Hausarrest steht.

Weiteres zu dieser Aktion

Wer mehr über diese Aktion erfahren und sich auch engagieren will, sollte die Website Free Burma! unbedingt besuchen.

Autor: GwenDragon · Kategorie Burma · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben