Ein Interview, das Andersen Cooper von CNN mit Iman Al-Obeidi telefonisch führte und am 4. April sendete:
Quelle: Youtube
Via http://feb17.info/media/cnn-full-interview-with-eman-al-obeidi
Ein Interview, das Andersen Cooper von CNN mit Iman Al-Obeidi telefonisch führte und am 4. April sendete:
Quelle: Youtube
Via http://feb17.info/media/cnn-full-interview-with-eman-al-obeidi
Vor mehreren Tagen hat sich die libysche Juristin Iman al-Obeidi verletzt in ein Hotel in Tripoli geflüchtet und die dort anwesenden Journalisten um Hilfe gebeten. Sie berichtete, sie sei von Gadafis Schergen vergewaltigt und gefoltert worden.
Nach kurzer Zeit kamen Männer des Geheimdienstes und verschleppten sie vor laufenden Kameras.
Seit dem ist Iman al-Obeidi verschwunden.
Quelle: Youtube
Ein libyscher Regierungssprecher ließ verlauten, die Frau sei psychisch gestört. Eine übliche Methode Systemkritiker und Vergewaltigungsopfer unglaubwürdig zu machen. Ihrer Mutter wurde sogar seitens des Regimes Geld geboten , dass sie auf die Tochter einwirkt, die dann ihre Geschichte abändern sollte, um danach frei zu kommen.
Wie das libysche Fernsehen Jamahiriya TV auf diese Verschleppung reagiert, lässt sich in dem auf Video (englische Untertitel, bitte im Video den Button CC drücken) ab dem Zeitpunkt 01:18 sehen:
Quelle: Youtube
Eine Analyse ist schwer möglich, da ich kein libysch kann und auf die Authentizität der Untertitel angewiesen bin. Trotzdem will ich es mal versuchen.
Von der Kommentatorin wird Frau Iman al-Obeidi und ihre Handlungen so beurteilt:
Sowas nennt eine victim blaming, was diese Kommentatorin tut.
Jahrelang war Libyen ein gern gesehener Partner, weil es dort Öl gibt und weil Gadafi uns die afrikanischen Flüchtlinge vom Hals hielt. Und weil Gadafi angeblich dem Terror abgeschworen hatte, zuletzt 1988 ausgeübt als Flugzeugbombe in einer Maschinen der PanAm über dem Ort Lockerbie oder 1986 als Anschlag auf eine amerikanische Disco in Berlin. Auch mehrere Tausend ermordete Dissidenten vor mehreren Jahren störten im Westen niemand. Gadafi - wirklich ein lupenreiner Staatsführer.
Menschenrechtsverletzungen und Gewalt waren unwichtig und wurden von der EU und dem Westen ignoriert.
Bis libysche Gruppen sich im Anfang dieses Jahres gegen Gadafi wandten und nun schlecht bewaffnet den Revolutionsführer stürzen wollten, um zu mehr Freiheit und demokratischen Rechten zu gelangen.
Dass die Welt leider nur auf die kämpfenden aufständischen Männer sieht, zeigt einen eingeengten patriarchalen Blick: Dass arabische Frauen sich nicht für Politik interessieren oder zu interessieren haben.
Wie Mädchenmannschaft schon berichtete, haben auch Frauen, libysche Richterinnen und Juristinnen mit Sit-ins und anderen Aktionen Widerstand geleistet. Eine dieser mutigen Frauen ist die Anwältin Salwa Bugaigis.
Bislang vermisse ich seitens der deutschen Regierung, ganz besonders des Außeneministers irgendeine Reaktion.
Wer in Aktion für die verschleppte Juristin Iman al-Obeidi treten will, kann bei Avaz ein Aufruf an die Türkische Regierung unterzeichnen, damit diese zur Freilassung auf Libyen einwirkt. Schon in der Vergangenheit war die Türkei sehr erfolgreich verschleppte Menschen wieder frei zu bekommen.
Leute, lasst die Frauen, die für Demokratie und Rechte kämpfen, nicht allein!
Weitere Links:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753408,00.html
http://www.avaaz.org/de/free_iman_al_obeidi/
http://www.rnw.nl/english/article/libyan-women-vanguard
http://maedchenmannschaft.net/mehr-demokratie-mit-und-von-frauen/
http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-29
Das iranische Henkersystem hat am Samstag die niederländische Staatsbürgerin Sahra Bahrami, welche vor einem Jahr an Demonstrationen wegen der Präsidentenwahl beteiligt war und deswegen verhaftet wurde, am Galgen langsam erwürgt.
Sahra Bahrami wurde in einem Prozess vorgeworfen, sie hätte Drogen geschmuggelt. Es wurde ihr außerdem vorgeworfen, dass sie Kontakt zu ihrer Mutter habe, die angeblich Mitglied der oppositionellen Volksmudschaheddin sei. Niederländische Anwälte und Konsulatsangehörige wurden in ihren Prozess nicht zugelassen, da der Iran ihre niederländische Staatsbürgerschaft ignorierte. Zudem wurde Bahrami wurde gefoltert, um im iranischen Fernsehen ihre Schuld mit einem vorgeschriebenen Schuldbekenntnis zu bekennen.
Die Vorwürfe des Drogenhandels waren wie in genügend anderen Fällen gefälscht, damit Regimekritiker und andere Missliebige auf einer vermeintlichen rechtsstaatlichen Basis getötet werden können.
Auch nicht nur gegen Regimekritiker vorgebrachte bestimmte Vorwürfe und konstruierte Beschuldigungen führen zum Tod durch Erwürgen. Amnesty International führt auf wann und für was im Iran die Todesstrafe vollstreckt wird.
Der Iran mordet mit langsamem Erwürgen bei: angeblichen homosexuellen Handlungen, Notwehr nach Vergewaltigung, Mitgliedschaft in einer politischen, illegalen Vereinigung, religiösen Abweichlern, Drogenhandel, Spionage, Apostasie, Verbrechen gegen das Volk oder Handeln (Feindschaft, Moharebeh) gegen Allah.
Erstaunlich, dass gerade so der Iran gegen Drogenhandel vorgeht. Damit soll wohl das eigene Geschäft mit verarbeitetem Opium geschützt werden? Laut Wikileaks und NWRI ist im Iran der Staat und seine Revolutionsgarde der größte Drogenhändler selbst.
Gut, dass die Welt gerade woanders hinsieht, da kann das Mullah-Regime weiter wüten und Menschen, die für ein freies Iran kämpfen, weiter ermorden.
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