Sie sind in Kategorie Blog

Brotkrumennavigation

Schlagwortfilter: Frauen (Auf das nebenstehende Schlagwort klicken, um es auszuschließen oder auf die Verknüpfung, um sie umzuschalten. Weitere Schlagworte auswählen, indem in der Schlagwortwolke auf ein weiteres Schlagwort geklickt wird.)

Navigation zu einzelnen Seiten

Dienstag, 13. Dezember 2011

Feministische Blindheit bei Vergewaltigerinnen und lesbischen Opfern (1)

13.12.2011 · 16:06

Frauen können nicht vergewaltigen, das ist das Credo der Frauenbewegung gewesen und ist es leider zu oft noch.

Auf das Hilfegesuch "Ich bin Lesbe und wurde vergewaltigt, durch eine Frau" würde folgendes geantwortet werden:

  • Vergewaltigung durch eine Frau? Gibt es doch gar nicht. Der fehlt doch die körperliche Voraussetzung.
  • Corrective Rape? Bei uns in Deutschland? Niemals.
  • Ausgeschlossen! Eine heterosexuelle Frau macht sowas nicht.
  • Vergewaltigung? Das ist eine Fehlwahrnehmung auf Grund von PTSD, die Wunschvorstellung einer Behinderten.
  • Vergewaltigung durch eine Frau? Dafür besteht kein Beratungsbedarf.
  • Das ist keine Vergewaltigung. Es fehlt da der sexuelle Aspekt.
  • In Praxen findet sowas nicht statt. Und sie haben mit dem Behandlungsvertrag doch zugestimmt, sich behandeln zu lassen.

So könnte es heißen, wenn eine lesbische Frau mit Behinderung wie ich Hilfe und Unterstützung sucht.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mehr darüber zu schreiben. Wenn ich mir ansehe wie Feministinnen über rape culture schreiben und dabei nur fortwährend auf den Täter (Mann) fokussieren, merke ich dass es fast sinnlos ist, gegen die Ignoranz anzukämpfen, die das alte Dogma verteidigt.

Wenn ich wüsste, es gäbe mehr betroffene Frauen/Lesben, die Vergewaltigung und sexuelle Gewalt durch Frauen erlitten haben, dann würde ich mich trauen mehr zu schreiben.

Aber so ist es traumatisch, fortwährend um Sichtbarkeit zu kämpfen, um beweisen zu müssen, das solche Taten mit Täterinnen existieren. Solidarität bekommt eine da kaum, sie muss sich diese hart erkämpfen oder sich ausgrenzen lassen als Nestbeschmutzerin.

Wenn eine mir ihre Erfahrungen mit Täterinnen, egal in welcher Situation, und den Folgen, die sie im Leben davon hat, mitteilen möchte, kann sie das gern anonym über die Kommentarfunktion oder per E-Mail an gd@gwendragon.de tun, ich behandle alles vertraulich und anonym. Wenn ich was daraus anonym und auszugsweise in meinem Blog im nächsten Artikel zum Thema posten dürfte, würde mich das freuen.

Sichtbarkeit hilft, Schweigen erstickt.

PS: Für all diejenigen, die meinen auch Frauen vergewaltigen Männer und Kinder, darum geht es hier nicht!
Ich erlaube mir, unpassende sowie frauen-/lesbenfeindliche Kommentare nicht freizuschalten.

Autor: GwenDragon · Kategorie Feminisma · Permalink · Kommentare (11) · Kommentar schreiben

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Als die Grünen noch Computer böse fanden…

07.12.2011 · 17:53

Was waren das noch Zeiten als Die Grünen Computer sozial als schädlich und böse empfanden. Und der CCC das natürlich anders sah.






Quelle: Youtube

Köstlich!
Die Technik, Telefonsteckdosen á la Bundespost, irgendeine eigene Netzkonstruktion. Und natürlich das übliche Klischee:
Frauen als dienstbare Hilfskraft (Sekretärin) vor dem PC und die Herren des CCC mit Riesengläserbrillen als kompetente Fachmänner (Geeks).

Eine schöne So-war-das-Damals-Geschichte. Habe ich ja auch noch miterlebt wie alles anfing. ;)

Autor: GwenDragon · Kategorie Computer · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Spiegel verharmlost Jungfrauentest als Folter

07.12.2011 · 13:04

Der Spiegel berichtete über den sogenannten Jungfrauentest, ausgeübt durch ägyptische Geheimdienstler und Militärs an Frauen, um sie zu demütigen, von Demonstrationen abzuhalten und zur Abschreckung zu vergewaltigen.

Leider benennt der Spiegel das nicht als Vergewaltigung sondern als Folter.

Damit wird die zwangsweise Penetration der Vagina durch eine Hand als Quälerei angetan und nicht als Vergewaltigung benannt.
Eine spezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen wird als normale Quälerei (=Folter) eines militärregierten Staatssystems abgetan und als Gewalt gegen Frauen unsichtbar gemacht.

Es scheint für Männer* in Redaktionen wirklich "schwer" zu sein, Vergewaltigung nicht zu verharmlosen - Rape culture, blinde Flecken bei den Herren*, Vergewaltigung zu benennen?

Der Spiegel verdient damit den Orden "Macker des Monats".

*Bei Herren/Männer/Macker sind Frauen, die sich den üblichen verharmlosenden Einstellungen anschließen, gleichberechtigt mitgemeint.

Autor: GwenDragon · Kategorie Pranger · Permalink · Kommentare (25) · Kommentar schreiben

Freitag, 11. November 2011

Ecuadors Heilkliniken foltern Lesben zwecks "Heilung"

11.11.2011 · 09:07

Wie die Menschenrechtsorganisation All Out meldet, existieren in Ecuador immer noch Hunderte illegaler "Kliniken", in denen Lesben gefoltert und vergewaltigt werden, um sie von ihrer "Krankheit" zu heilen.

Priester quält Lesbe zwecks Heilung
Quelle: © All Out

In Ecuador existiert eine progressive Verfassung, in der Menschen respektiert werden müssen, das Recht haben, so zu leben wie sie wollen – unabhängig von jeglicher sexuellen Ausrichtung. Außerdem gibt es dort eine Art "Zivil-Ehe" für Lesben und Schwule. Ecuador hat starke Gesetze zum Schutz von Frauen gegen Gewalt, die es durch zu setzen gilt.

All Out will mit einer Aktion an den Präsident Ecuadors, Rafael Correa, erreichen, dass diese illegalen Kliniken geschlossen und weitere Maßnahmen und Gewalttätigkeiten gegen Lesben unterbunden werden.

Es sollen 50 000 Unterschriften per Mail gesammelt werden. Derzeit sind es 13 000.
Nehmt euch bitte zwei Minuten eurer Zeit, um einfach zu helfen.

Unterschreibt bitte die Online-Aktion, um diese Vergewaltigungen und Zwangsheilungen gegen Lesben zu unterbinden.

Quelle: http://www.allout.org/ecuadorclinics

Weitere Links:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=14832
http://www.queer.de/detail.php?article_id=9427
http://latina-press.com/news/101341-ecuador-30-kliniken-zur-behandlung-von-homosexualitaet-geschlossen/
http://www.sdgln.com/news/2011/10/06/ecuador-clinics-accused-torturing-lgbt-people-cure-them
http://www.psychologytoday.com/blog/side-effects/201108/curing-homosexuality
http://www.tetu.com/actualites/international/equateur-des-cliniques-torturent-les-lesbiennes-pour-les-guerir-20259

PS: All Out hat schon durch früher einige Aktionen erreicht, dass in Ländern Gesetze geändert wurden und Menschenrechtsverletzungen gegen Lesben und Schwule rechtlich verfolgt wurden. Ihre Aktionen haben mittlerweile eine internationale Reputation.

Autor: GwenDragon · Kategorie L World · Permalink · Kommentare (1) · Kommentar schreiben

Freitag, 15. Juli 2011

Der eigene Raum

15.07.2011 · 20:41

Frauenzeichen Faust

Heute entdeckt und für interessant befunden.

immer wieder höre ich, dass ich männerfeindlich bin. ich lebe für den freien weiblichen raum. dass das als männerfeindlich wahrgenommen wird - darüber solltet ihr mal nachdenken.

Luisa Francia

Wie wahr. Raum einnehmen, breit werden; das ist allgemein nur Männern gestattet, sich breit zu machen.

Das erinnert mich teilweise an Virginia Woolf, die schrieb:
A woman must have money and a room of her own if she is to write fiction.

Ein Zimmer, nur um zu Schreiben, das reicht nicht mehr aus, um Platz als Frau in dieser Kultur zu schaffen und einzunehmen.

Leider nehmen zu wenig Frauen ihren Platz ein, lassen sich dirigieren, sind zu bequem, warten bis (ihre) Männer (Väter, Brüder, Freunde, Ehemänner) was für sie tun.

PLATZ! bedeutet: Das ist mein Platz und nicht: Ich bin brav wie ein Schoßhündchen und sitze abwartend, bis Herrchen mir was sagt und bringt.

Ist das immer noch radikal und umstürzlerisch? Für manche schon.

Autor: GwenDragon · Kategorie Feminisma · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Sonntag, 15. Mai 2011

Gewalt von Frauen gegen Frauen

15.05.2011 · 12:12
Autor: GwenDragon · Kategorie Links · Permalink · Kommentare (4) · Kommentar schreiben

Donnerstag, 07. April 2011

Raumschiff Enterprise findet feministische Artefakte

07.04.2011 · 09:01

Unendliche Weiten.
Das Raumschiff Enterprise durchfliegt den Weltraum, um unbekannte Lebensformen zu entdecken.
Sternzeit 2311,8976.
Sie nähert sich einem blauschimmernden Planeten und der Captain lässt sich mit einem Wissenschaftsteam runter beamen.

KIRK, PILLE und SPOCK mit weiteren fünf bewaffneten Männern materialisieren vor einem Gebäude mit einem seltsamen Zeichen davor, eine Axt, ein Kreis, ein Kreuz. Die Umgebung ist menschenleer. Der Wind fegt ein paar Flugblätter über den Betonboden. Alle sehen sich um, irgendein Leben zu entdecken. Die Leere ist gespenstisch.

Spock fixiert kurz das Gebäude, erfasst die Situation schnell wie immer: "Faszinierend!"1
Kirk: "Was zum Teufel ist das? - Spock!?"
Spock zückt seinen Tricorder und meint: "Ende 2100, vielleicht ein kultureller religiöser Versammlungsraum."
Kirk: "Pille?"
Pille: "Ich bin Arzt, kein Architekt oder Priester. Frag' Spock."
Kirk ignoriert dies, sieht zu seinen Männern herüber, die auf dem Platz vor dem Gebäude ausschwärmen.

Einer der Männer in roter Uniform2 geht mit gezücktem Phaser auf das Gebäude zu. Plötzlich flackert eine rote, rotierende Warnlampe am Eingang auf.
Eine elektronische Laufbandanzeige setzt sich, anfangs mit teilweise ausgefallenen Punkten bei den Schriftzeichen, in Bewegung und signalisiert: Sie verlassen den maskulinkontrollierten Sektor. Lebensgefahr!3
Der Mann des Landeteams lacht kurz höhnisch, murmelt: "Völliger Unsinn" und schießt darauf.
Pille brüllt: "Halt! Wir kennen nicht diese Lebensform, die das gebaut hat? Vielleicht ist sie friedlich?"
Die Anzeige verlischt in einem lauten Knall und beißender Rauch quillt aus der geschwärzten Stelle in der Wand.

Kirk herrscht den Mann an: "Warten sie bis ich den Befehl dazu gebe! Haben sie verstanden?"
Kirk, Pille und Spock nähern sich weiter vorsichtig dem Gebäude. Etwas bewegt sich im oberen Stockwerk. Schemenhaft huscht es zur nächsten Fensteröffnung.

Ein metall-glänzender längerer Gegenstand mit einer Art Röhre darauf4 schiebt sich durch ein Fenster. Urplötzlich erscheint auf der Brust des Mannes, der auf das Gebäude schoss, ein roter Punkt.
Ein anderer bemerkt dies und ruft daraufhin: "Was ist das für ein roter Fleck auf seiner Uniform? "
Der so benannte dreht sich um und antwortet: "Was für ein Fleck?"
Kurz und fast unhörbar macht es Plopp und der rotfleck-fixierte fällt um.
Spock, Pille und Kirk rennen zu dem auf dem Boden liegenden Mann und untersuchen ihn.
Pille sieht zu Kirk hoch und meint entsetzt: "Er ist tot, Jim!"

Mit einem starken Abhörgerät wäre das Murmeln im Gebäude zu vernehmen gewesen: "Ich habe euch gewarnt! Warum wolltet ihr nicht lesen?"
So aber hörte niemand etwas.

Panikartig rotten sich die Männer zusammen, um einer weiteren Gefahr zu entgehen. Kirk brüllt: "Weg hier. Schnell!", zückt seinen Kommunikator und befiehlt: "Enterprise, acht Mann hoch beamen."

Kurz bevor auch Kirk sich dematerialisiert, wendet er reflexartig seinen Kopf zu dem Gebäude, in aufwallendem Zorn nimmt er einen alten ihm unverständlichen Schriftzug wahr:
scitsinaloS rof retneC M.U.C.S5

Davon werden viele noch träumen.

1 "Faszinierend" war immer der Ausdruck Spocks, wenn ihm etwas unterkam, was in seinem Vulkanierkopf und der wissenschaftlichen Datenbank der Enterprise unverständlich, unbekannt war.

2 In StarTrek wusste eine gleich, wenn ein rot unifomierter im Landeteam oder im Raumschiff irgendetwas machte, musste er "drauf gehen". Das war eine Startrek-Gesetzmäßigkeit.

3 In totalitären Systemen gab es Abwehrmauern, vor denen das Schild "Sie verlassen den ... Sektor" mögliche Systemflüchtlinge warnte.

4 Laserzielgerät auf Sturmgewehr

5 Wer das rückwärts liest, weiß was gemeint ist; wer Solanas darin erkennen kann, ist bestimmt ein Mann, der Männerhass in jeder Frau genetisch angelegt sieht.

Autor: GwenDragon · Kategorie Satire · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Mittwoch, 06. April 2011

CNN interviewt telefonisch Iman Al-Obeidi

06.04.2011 · 11:24

Ein Interview, das Andersen Cooper von CNN mit Iman Al-Obeidi telefonisch führte und am 4. April sendete:


Quelle: Youtube

Via http://feb17.info/media/cnn-full-interview-with-eman-al-obeidi

Autor: GwenDragon · Kategorie Libyen · Permalink · Kommentare (2) · Kommentar schreiben

Freitag, 01. April 2011

Iman al-Obeidi wurde vergewaltigt und verschleppt

01.04.2011 · 10:35

Vor mehreren Tagen hat sich die libysche Juristin Iman al-Obeidi verletzt in ein Hotel in Tripoli geflüchtet und die dort anwesenden Journalisten um Hilfe gebeten. Sie berichtete, sie sei von Gadafis Schergen vergewaltigt und gefoltert worden.

Verschleppung

Nach kurzer Zeit kamen Männer des Geheimdienstes und verschleppten sie vor laufenden Kameras.
Seit dem ist Iman al-Obeidi verschwunden.


Quelle: Youtube

Reaktion des libyschen Staatsfernsehens

Ein libyscher Regierungssprecher ließ verlauten, die Frau sei psychisch gestört. Eine übliche Methode Systemkritiker und Vergewaltigungsopfer unglaubwürdig zu machen. Ihrer Mutter wurde sogar seitens des Regimes Geld geboten , dass sie auf die Tochter einwirkt, die dann ihre Geschichte abändern sollte, um danach frei zu kommen.

Wie das libysche Fernsehen Jamahiriya TV auf diese Verschleppung reagiert, lässt sich in dem auf Video (englische Untertitel, bitte im Video den Button CC drücken) ab dem Zeitpunkt 01:18 sehen:


Quelle: Youtube

Analyse der Kommentare

Eine Analyse ist schwer möglich, da ich kein libysch kann und auf die Authentizität der Untertitel angewiesen bin. Trotzdem will ich es mal versuchen.

Von der Kommentatorin wird Frau Iman al-Obeidi und ihre Handlungen so beurteilt:

  1. Sie wird im Sicherheitsbüro königlich behandelt
    Sicherlich werden in jedem Sicherheitsbüro einer autoritären oder diktatorischen Systems die Menschen fürstlich behandelt. Geheimdienste und Staatspolizei wollen nur das Beste für den Staat, nicht das Opfer.
  2. Sie gehört nicht dem ehrenwerten Clan der Al-Obeidi an
    Der Hinweis auf die Ehre des Clans soll ausdrücken, dass sie sich unehrenhaft benimmt, und die Sippe beschmutzt.
  3. Der Clan der Al-Obeidi wird sie verstoßen, wenn sie die wirkliche Geschichte erfahren
    Eine vergewaltigte und/oder Lügnerin will/soll der Clan nicht dulden. Das würde deren Ehre beschmutzen.
  4. Sie wird immer wieder im Zusammenhang mit vergewaltigten Mädchen (girl!) genannt
    Damit wird ihr Status als Frau, als Juristin, zu einer unreifen, gar liederlichen Person herab gewürdigt.
  5. Aus psychologischer Perspektive würde keine Frau so offen vor Journalisten über Vergewaltigung reden
    Das ist zu bezweifeln, denn die Vergewaltigung durch Personen des Staates hat in dieser politischen Situation eine ganz andere Bedeutung und zudem ist sie Juristin und politisch kompetent, weiß was das Benennen bewirken kann. Außerdem reagieren Opfer von Vergewaltigung ganz verschieden.
  6. In unserer Kultur würde keine Frau, wäre sie Opfer einer Vergewaltigung, so agieren, ihre Familien würden sich zu Tode schämen, eher ihre Töchter töten - so sei der libysche Charakter
    Das Ganze spricht für sich. Die Frau sollte besser schweigen und nicht die Familie beschämen, sodass diese ihre Tochter töten müssten.
  7. Sie vergießt falsche Tränen
    Die Gefühle der Frau werden als Lüge umgedeutet.
  8. Menschen mit bestimmter Machtinteressen stehen hinter ihr
    Umstürzlerische Machtinteressen sollen also das alles inszeniert haben, es gäbe gar keine Vergewaltigung.
  9. Sie ist eine Lügerin
    Wieder eine Diffamierung, damit die Glaubwürdigkeit leidet.
  10. Sie und Andere wie sie haben Libyen ruiniert
    Somit ist sie ein Staatsfeind, eine Gefahr für Libyen.
  11. Ihr Name ist laut Ausweis überhaupt nicht al-Obeidi
    Auch hier wird ihre Identität angezweifelt, damit auch ihre Glaubwürdigkeit und ihre Erfahrungen.
  12. Selbst eine Prostituierte hätte mehr Ehre und würde ihr Land verteidigen
    Sie ist also noch unehrenhafter als eine Hure, wo in Arabien die Prostitution kaum hoch angesehen ist. Eine Frau eine Hure zu nennen, ist schon schlimm, zerstört jeglichen Status, aber noch schlimmer wie eine Hure - das bedeutet, dass sie ein Nichts ist, unehrenhaftes Freiwild für jeden.
  13. Sie ist einer Gehirnwäsche unterzogen worden oder wahnhaft
    Auch hier wieder das bezweifeln psychischer Gesundheit, die Vergewaltigung und die Gewalt als Phantasie oder feinlich-politisch infiltrierte Erinnerung.
  14. Sie hat mehr Interesse an ihrem Vorteil, dem Vorteil ihres Freundes oder ihrer Freunde als dem ihres Landes
    Gemeint ist im Sinne von boyfriend = Sexualpartner! Dass die Kommentatorin mehrere nennt, soll auch wieder den Schlampen- und Hurencharakter unterstreichen. Eine Hure ist unglaubwürdig, kann eigentlich auch nicht vergewaltigt werden, da sie ja ihren Körper verkauft.

Sowas nennt eine victim blaming, was diese Kommentatorin tut.

Libyen und der Westen

Jahrelang war Libyen ein gern gesehener Partner, weil es dort Öl gibt und weil Gadafi uns die afrikanischen Flüchtlinge vom Hals hielt. Und weil Gadafi angeblich dem Terror abgeschworen hatte, zuletzt 1988 ausgeübt als Flugzeugbombe in einer Maschinen der PanAm über dem Ort Lockerbie oder 1986 als Anschlag auf eine amerikanische Disco in Berlin. Auch mehrere Tausend ermordete Dissidenten vor mehreren Jahren störten im Westen niemand. Gadafi - wirklich ein lupenreiner Staatsführer.
Menschenrechtsverletzungen und Gewalt waren unwichtig und wurden von der EU und dem Westen ignoriert.
Bis libysche Gruppen sich im Anfang dieses Jahres gegen Gadafi wandten und nun schlecht bewaffnet den Revolutionsführer stürzen wollten, um zu mehr Freiheit und demokratischen Rechten zu gelangen.

Libysche Freiheitsbewegung und die Frauen

Dass die Welt leider nur auf die kämpfenden aufständischen Männer sieht, zeigt einen eingeengten patriarchalen Blick: Dass arabische Frauen sich nicht für Politik interessieren oder zu interessieren haben.

Wie Mädchenmannschaft schon berichtete, haben auch Frauen, libysche Richterinnen und Juristinnen mit Sit-ins und anderen Aktionen Widerstand geleistet. Eine dieser mutigen Frauen ist die Anwältin Salwa Bugaigis.

Unterstützende Aktion

Bislang vermisse ich seitens der deutschen Regierung, ganz besonders des Außeneministers irgendeine Reaktion.

Wer in Aktion für die verschleppte Juristin Iman al-Obeidi treten will, kann bei Avaz ein Aufruf an die Türkische Regierung unterzeichnen, damit diese zur Freilassung auf Libyen einwirkt. Schon in der Vergangenheit war die Türkei sehr erfolgreich verschleppte Menschen wieder frei zu bekommen.

Leute, lasst die Frauen, die für Demokratie und Rechte kämpfen, nicht allein!

Weitere Links:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753408,00.html
http://www.avaaz.org/de/free_iman_al_obeidi/
http://www.rnw.nl/english/article/libyan-women-vanguard
http://maedchenmannschaft.net/mehr-demokratie-mit-und-von-frauen/
http://blogs.aljazeera.net/live/africa/libya-live-blog-march-29

Autor: GwenDragon · Kategorie Libyen · Permalink · Kommentare (2) · Kommentar schreiben

Mittwoch, 30. März 2011

Frauen in der Blogosphäre haben mich erwischt

Schlagworte: , ,
30.03.2011 · 21:06

Wenn eine Drachin fliegt und Feuer speit, erwärmen sich sogar andere Frauen daran.

Zu sehen bei Frauen in der Blogosphäre im Who is who.

Auch wenn sich die Beschreibung gar seltsam liest:

Drachin: (habe keinen anderen Namen gefunden)
Außerdem würde nur ein Teil ihres Persönlichkeitsromans, der dort im Hintergrund versteckt ist, ihr nicht gerecht werden. Folglich gibt es 2 Links:
Über mich
Blog: Biblio Draconis

Dabei ist doch mein wirklicher kompletter Name im Impressum (Link ganz oben rechts oder ganz unten im Fuß) zu finden.
Dann heiße ich eben Drachin und nicht Lilo von Hanffstengel.

Mir soll's recht sein und es freut mich auch. ;)

Autor: GwenDragon · Kategorie Feminisma · Permalink · Kommentare (2) · Kommentar schreiben
Navigation zu einzelnen Seiten