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Donnerstag, 24. Februar 2011

Fleischfresser sind Mörder

24.02.2011 · 21:32

… und Grünzeugzerkauer auch. Wer glaubt, dass Veganer, Vegetarier, Tierrechtler weniger Leid erzeugen und bessere Menschen sind, täuscht sich.

Tiere und Pflanzen sind Lebewesen, sie beide bluten.
Der einen Blut ist eisenrot, der anderen kupfergrün.
Die einen höherstehend, leidensfähig und schützenswert zu achten, die anderen nicht, ist reine moralische und "wissenschaftliche" Willkür.

Der Mensch erzeugt bei jedem Atemzug den Tod Tausender Lebewesen, bei jedem Tritt zerquetscht er lautlos Gras, zertritt Ameisen und Käfer. Es stört ihn nicht, weil unhörbar, ohne Schreie und Blut.
Beim Schlachten wird ihm schlecht, weil Blut zu sehen ist. Das abgepackte Fleisch im Supermarkt kauft er, weil das Steak so toll schmeckt. Aber woher und wie das Wesen war, das in einer kapitalitisch-religiösen Zeremonie des Verpackens im Laden zu Fleisch wurde wie Christus zur Oblate, interessiert ihn nicht. Es ist Fleisch, ohne Leben, ein Art Fetisch.
Die anderen greifen beherzt vegetarisch zum Soja, dem Mästfutter der Schweinezüchter, um ihr sich die jetzt verbotene Frucht vom Baum der Schlemmnis nachzubilden als Sojasteak oder -würstchen. Irgendwie ist es doch schwer, kein Fleisch zu wollen.
Da haben es Veganer einfacher, sie brauchen kein Fleisch oder dessen pflanzliche Kopie. Der Heiligenschein flackert aber dann, wenn sie bedenken, dass die Massen Soja irgendwo durch Irgendwen angebaut werden müssen, Rodungen von Wäldern und Regenwäldern zur Förderung des westlichen Ökohungers mit gutem Gewissen sind da nicht ausgeblieben, Menschen in schlechten Lebensverhältnissen werden ausgebeutet.
Egal ob Bio, Vegetarisch oder Vegan, es führt zur Zerstörung von Leben. Keine der Gruppen kann sich eine Weiße Weste anziehen und sich völlig in Unschuld baden.
Ernährung ist kein Ablasshandel mit dem schlechten Gewissen. Ernährung muss bewusst geschehen, nicht im Vorübergehen oder nach einem kurzen Blick ins Ökomagazin.

Wenn Menschen nicht bewusst sind, dass Alles lebendig ist, in sogenannten schamanischen Kulturen ist sowas keine Abstrusität, und dass Menschen durch ihre Existenz viel Leid erzeugen, wird sich die Gewalt, das Leid der Wesen mehren. Sich etwas untertan machen zu wollen, ist zwar binblisch korrekt und urchristlich, aber dem Mitgefühl gegenüber dem Belebten abträglich.
Solange Menschen ihre Mitwesen, ihre Brüder Pflanzen, Schwestern Tiere als ausbeutbares seelenloses Mittel zum leichten Leben ansehen, solange bleibt das Leid in der Welt.
Es gibt viele Mittel Leid zu verringern. Mitgefühl und Bewusstsein für Leben - damit fängt es an.
Veganes, Ökönahrung, lokale Märkte stärken, angemessene Preise für Nahrung, Einschränkungen von Billigimporten aus armen Ländern, das kann Leid und Gewalt auch verringern.

Ein respektvoller Umgang mit allen Wesen ist ein wirklicher Anfang. Und das Bewusstsein: Ich erzeuge Leid, dadurch dass ich lebe, und auch Freude.

Fangen wir's an. Es geht sogar ohne Ausbildungskurs, schamanische Initiation oder großen Geldbeutel.

Autor: GwenDragon · Kategorie Tierisch · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben

Freitag, 03. Juli 2009

Analog-Käse und andere Widerwärtigkeiten

Schlagworte: ,
03.07.2009 · 14:48
Gerade erfuhr ich, dass es neben Analog-Käse auch Analog-Schinken gibt. Diese Analog-Nahrungsmittel sind nicht schädlich oder gefährlich, aber im Grunde genommen minderwertig. Und sie täuschen durch ihre Aufmachung einfach das Original vor. …weiter lesen
Autor: GwenDragon · Kategorie Gesellschaft · Permalink · Kommentare (0) · Kommentar schreiben